Wichtiger Standort für die regionale Wirtschaft

Zu Besuch im Fahrzeuginstandhaltungswerk der Deutschen Bahn in Hemelingen: Manuel Freire Stelljes und Ronald Ditte zeigen mir in der Lokhalle, welche Leistungen im Bremer Werk erbracht werden.

Neben einer Diesellok steht ihr schrankgroßer Motor: „Die Lok ist 47 Jahre alt, fährt aber immer noch“, erklärt der Betriebsrats-
vorsitzende Manuel Freire-Stelljes. Im Bremer Werk werden Großdieselmotoren und komplette Antriebssysteme für Verbrennungstriebzüge instandgesetzt und gewartet. Zudem gehört die Revision von Diesellokomotiven zur Kernkompetenz des Standorts. In der langen Halle ist jedoch auch eine Straßenbahnlok zu sehen. In den vergangenen Jahren sei man dazu übergegangen, neue Aufträge zu akquirieren, die mehr als 400 Mitarbeiter haben sich dafür viel Know-how angeeignet – eine Notwendigkeit, um sich auf einen veränderten Markt vorzubereiten.
 

Man sei auf der Suche nach neuen Aufträgen und Produkten, die neben den klassischen Dieselloks bearbeitet werden können, sagt Ronald Ditte, Gesamtschwerstbehinderten-
vertreter. Aufträge in Bremen halten, das sei das Ziel, sagt auch Werkleiter Reinhold Batke. Immer dabei im Blick hat der Betriebsrat das geplante Konzernstrategieprojekt „Werke Strategie 2020+". Freire-Stelljes und Ditte erläutern mir ausführlich die möglichen Auswirkungen der Umstrukturierungs-
szenarien auf das Instandhaltungswerks. Ich setze mich für einen Erhalt des gesamten Werks ein und bin gegen eine Teilschließung, die zwangsläufig Arbeitsplätze kosten würde. Die DB Fahrzeuginstandhaltung in Hemelingen besitzt im Nordwesten ein Alleinstellungswert. Für die regionale Wirtschaft ist ein funktionierender Güterverkehr unumgänglich.