Stadtteil-Tag in der Vahr

Das Team im Familienzentrum ist trotz der vielen Arbeit gut gelaunt

Mein erster Stadteil-Tag am 18.11. führte mich in die Vahr. Die Einrichtungen dort haben mich mit ihrer engagierten Arbeit für die Menschen im Stadteil nachhaltig beeindruckt. Meine Stationen hier waren das Familien- und Quartierszentrum sowie das Bürgerzentrum, danach Besuche im Mütterzentrum und der Kita Carl-Severing-Straße und das Flüchtlingswohnheim in der Bardowickstraße, das eine großartige Hilfe für bis zu 130 Flüchtlinge bietet.
 

Die ersten Stationen waren das Familien- und Quartierszentrum sowie das Bürgerzentrum. In beiden Häusern gibt es eine sehr engagierte Arbeit, um die Menschen im Stadtteil zu erreichen und mit ihnen gemeinsam Angebote zu entwickeln. Zu kämpfen haben beide damit, dass sie immer weniger über das Jobcenter finanzierte Mitarbeiter für ihre Projekte erhalten. Nur mit Ehrenamtlichen sind die Projekte nicht zu schaffen. Mir ist dabei wieder einmal deutlich geworden, dass wir für Menschen die mittelfristig keine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt haben, öffentlich geförderte Beschäftigung brauchen. Dies würde vielen Langzeitarbeitslosen statt befristeten Maßnahmen eine dauerhafte Beschäftigung ermöglichen und den Einrichtungen Planungssicherheit geben. Dafür braucht es neben dem neuen Bundesprogramm "Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt" auch die Möglichkeit Sozialleitungen zur Beschäftigungsförderung einsetzen zu können. Für diesen "Passiv-Aktiv-Transfer" werde ich mich weiter einsetzen.
 

Mit den engagierten Frauen vom Mütterzentrum Vahr

Danach standen Besuche im Mütterzentrum und der Kita Carl-Severing-Straße auf dem Programm. In den neuen Räumen hat das Mütterzentrum die Ausstattung und den Platz um seine vielfältigen Aktivitäten durchführen zu können. Sehr interessant fand ich das dort angedockte Beratungsprojekt für den beruflichen Wiedereinstieg, das sehr erfolgreich Frauen mit den unterschiedlichsten Ausgangsbedingungen unterstützt. Für die Kita steht das Thema Sprachförderung im Fokus. Sie erhält ab 2016 eine weitere Finanzierung im Bundesprogramm "Sprach-Kitas". Doch über diese zeitlich begrenzten Projektgelder brauchen wir hier im Sinne von Bildungsgerechtigkeit eine Regelfinanzierung.
Zum Abschluss besuchte ich das Flüchtlingswohnheim in der Bardowickstraße. Leiter Jürgen Raabe-Schwarz und sein Team leisten hier eine großartige Arbeit. Mit viel Improvisation und Hartnäckigkeit haben sie viele wichtige Angebote für die bis zu 130 Flüchtlinge geschaffen, wie den Deutschunterricht.