Die Startup-Szene im Video-Talk

25.03.2021 - Wie schaffen wir es, Wachstums- und Innovationspotentiale der Deutschen Wirtschaft langfristig zu steigern? Eine zunehmend wichtige Bedeutung haben dabei Startups. Welche Rahmenbedingungen für sie notwendig sind, um einen positiven Impuls für die Gesamtwirtschaft setzen können, darüber habe ich mit Falko Mohrs gesprochen, dem SPD-Berichterstatter für Startups im Wirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestages.

Das Gespräch zwischen Falko und mir kann hier angesehen werden: https://www.facebook.com/sarah.ryglewski/videos/3929996893724264

Um Startups in Deutschland zu fördern, soll in diesem Jahr das Fondsstandortgesetz in Kraft treten. Damit soll sich einerseits der Kapitalzufluss für deutsche Startups verbessern, andererseits geht es um attraktive Bedingungen für Fachkräfte und ganz konkret um steuerliche und bürokratische Erleichterungen für Mitarbeiterkapitalbeteiligungen. Denn gerade diese Beteiligungen werden von Startups im Wettstreit um die besten Köpfe häufig genutzt.

Doch welche Rolle spielen Startups in Zukunft? Schon jetzt verändern Geschäftsmodelle aus der Plattformökonomie unser Zusammenleben: von Airbnb oder Uber bis hin zu lokalen Sharing-Plattformen oder digitalen Nachbarschaftsnetzwerken. Dabei etablieren sich ganz neue Unternehmensstrukturen und wir erkennen immer deutlicher, wie die Arbeit der Zukunft aussieht. Deswegen ist es Aufgabe der Politik Regeln zu setzen um zu klären, wie wir innerhalb dieser Märkte miteinander umgehen wollen.

Wie fördern wir Startups? Wie können sie ihrer Verantwortung bei der Gestaltung zukünftiger (Arbeits-) Märkte gerecht werden? Und wie können wir das Mittel der Mitarbeiterbeteiligung so gestalten, dass es das Wachstum junger Unternehmen unterstützt, Fachkräfte aus der ganzen Welt anzieht, und trotzdem ein gut integrierter Bestandteil eines deutschen und europäischen Steuersystems ist, dass einen aktiven, partnerschaftlichen und leistungsfähigen Sozialstaat ermöglicht, der an der Seite der Menschen steht und für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet ist?

Diese Fragen sind relevant, weil um die konkrete Ausgestaltung staatlicher Unterstützungsangebote für Startups hart gerungen wird. Für die SPD ist es beispielsweise wichtig, dass die Förderung der Startups Impulse für eigenständiges Wachstum setzt, anstatt sie auf Dauer besserzustellen. Daher soll die Förderung auf maximal 10 Jahre begrenzt sein. Ebenso wollen wir verhindern, dass aus einem Instrument der Wirtschaftsförderung ein breit genutztes Kostensparmodell wird. Denn der Ruf, den Besteuerungszeitpunkt bei der Zuteilung vergünstigter Anteile oder Optionen nach hinten zu verlegen, kommt auch von Unternehmen, die am Markt etabliert sind. Es kann aber nicht Sinn und Zweck von Wirtschaftsförderung sein, über zielgerichtete Unterstützung zu sprechen, nur um diese dann uneingeschränkt allen zukommen zu lassen.