Stärkerer Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität

12.02.2021 - Elektromobilität ist ein Meilenstein für einen klimafreundlichen Verkehr. Unser Ziel ist es, dass bis 2030 in Deutschland mindestens sieben Millionen Elektrofahrzeuge unterwegs sind. Dafür brauchen wir jedoch eine Ladesäuleninfrastruktur, die flächendeckend und unkompliziert erreichbar ist. Daher haben wir in dieser Woche das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz verabschiedet, das eine EU-Richtlinie umsetzt, die eine Ladeinfrastruktur an Wohn- und Nichtwohngebäuden verpflichtend vorsieht.

Für den Neubaubereich konnten wir sogar über die Richtlinie hinausgehen. Künftig gilt: Wenn neue Wohnanlagen mehr als fünf Parkplätze haben, muss jeder Stellplatz mit Strom versorgt werden. Bei Nichtwohngebäuden, wie Supermarkt-Parkplätzen, muss ab sechs Stellplätzen jeder dritte Stellplatz mit einer Ladesäule ausgestattet sein. Das bedeutet, dass auch die Privatwirtschaft in den Ausbau der Leitungs- und Ladeinfrastruktur für Elektromobilität investieren muss. Für kleine und mittlere Unternehmen sind Ausnahmen vorgesehen, wenn die Fläche von ihnen selbst genutzt wird oder wenn die Kosten für die Lade- und Leitungsinfrastruktur sieben Prozent der Gesamtkosten einer größeren Renovierung überschreiten.