Stadtteiltag Osterholz

Auf dem Friedhof Osterholz

10.06.2020 – Bedingt durch die Corona-Pandemie fand der Stadtteiltag Osterholz unter Einhaltung von Sicherheitsabständen und Tragen von Gesichtsmasken statt. Stationen waren der Friedhof Osterholz, das Ortsamt Osterholz, das Stiftungsdorf Ellener Hof und der Jugendtreff Blockdiek.
 

Erste Station war der Osterholzer Friedhof, der in diesem  Jahr sein 100 jähriges Bestehen feiert. Bei der Führung durch Horst Massmann, Mitglied im Beirat Osterholz, wurden die Grabstellen der Kriegstoten aus dem 1. und 2. Weltkrieg und die Hauptkapelle des Osterholzer Friedhofs besichtigt. Zudem sprach ich mit den beiden Beiratsmitgliedern Horst Massmann und Reinald Last über die durch die Corona-Pandemie verschobenen Festlichkeiten zu „100 Jahre Osterholzer Friedhof“, die im nächsten Jahr nachgeholt werden soll. Beide haben gemeinsam wesentliche Teile eines Friedhofbuches, in welchem die Geschichte des Osterholzer Friedhofs systematisch beschrieben wird,  erarbeitet und hoffen, dass das Buch im Herbst auf der Bildausstellung zu „100 Jahre Osterholzer Friedhof“ im Weser-Park vorgestellt werden kann.
 

Im Ortsamt Osterholz
Im Ortsamt Osterholz berichtete ich über meine politische Arbeit in Berlin. Schwerpunkt waren die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie ein. Die Wirtschaftsleistung  ist stark zurückgegangen. Bund, Länder und Kommunen stehen vor großen Herausforderungen. Deutschland hat durch den wirtschaftlichen Aufschwung der letzten Jahre ein gut aufgestellt. Deshalb war und ist es uns jetzt möglich das Nötige zu tun um die schwerwiegendsten Folgen der Covid-19- Pandemie für Wirtschaft und Bürgerinnen und Bürger abzufedern. Dafür hat sich die Bundesregierung auf ein umfassenden Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket sowie auf ein Zukunftspaket verständigt, 
mit dem Ziel Arbeitsplätze zu sichern und die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen.

Ortsamtsleiter Ulrich Schlüter stellte seine Sicht auf den Stadtteil mit Blick auf anstehende Projekte aber auch Herausforderungen dar. Ein Wunsch des Stadtteils ist dabei eine Stadtteilpartnerschaft mit einer Stadt der russischen Föderation. Die Bemühungen des Beirats Osterholz um eine solche Partnerschaft unterstütze ich gerne. Gerade in politisch angespannten Zeiten sind Austausch, Kommunikation und gelebte zivilgesellschaftliche Partnerschaft wichtig. Beiratssprecher Wolfgang Haase ging u.a. auf die sich zuspitzende Schulsituation in Osterholz ein. Hier muss gehandelt werden und den Bedarfen eines sich dynamisch entwickelnden Stadtteils Rechnung getragen werden. Das Konjunkturprogramm hält dafür zusätzliche Gelder für den Kita- und Schulausbau bereit. Die finanziellen Mittel fließen aber nur, wenn zeitnah mit einer Bautätigkeit begonnen wird.

Als nächster Besuchspunkt stand das „Stiftungsdorf Ellener Hof“ der Bremern Heimstiftung auf der Agenda. André Vater (Vorstand), Alexander Künzel (Seniorvorstand) und Sabine Schöbel (Hausleiterin) von der Bremer Heimstiftung führten über das etwa neun Hektar große Gelände. Dabei wurde das bereits fertig gestellte und klimafreundliche Studentenwohnheim „Holzbude“ besichtigt. In 66 vollmöblierten und teilweise barrierefreien Appartements können sich Studierende in Osterholz niederlassen. Weiter Projekte wie der Bau eines Bildungshauses sind in Planung. Osterholz bemüht sich seit Jahren darum, Bildungsaspekten über den rein schulischen Sektor hinaus eine besondere Bedeutung zu geben. Das Bildungshaus würdedazu einen Beitrag leisten.

Beim Jugendtreff Blockdiek

Bei einem Rundgang durch den Jugendtreff Blockdiek wurde der Sanierungsbedarf des Jugendtreffs durch den Leiter Marek Kepinski erläutert. Marek Kepinski unterstrich zudem den Wunsch einer Calisthenics- Anlage, an der Jugendliche Eigengewichtsübungen durchführen können, im Bereich des Sportparks Blockdiek. Einrichtungen wie der Jugendtreff Blockdiek sind wichtige Rückzugs- und Entwicklungsräume, gerade in Ortsteilen wie Blockdiek. Das muss sich auch in der Ausstattung wiederspiegeln.

Osterholz ist ein lebenswerter, sich dynamisch entwickelnder Stadtteil. Der Kita- und Schulausbau aber auch eine Erweiterung von Freizeitangeboten für Jugendliche sind wichtige infrastrukturelle Maßnahmen und Voraussetzung, um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen. Diesen Weg, unterstütze ich mit meiner politischen Arbeit als Bremer Bundestagsabgeordnete aktiv und gerne.