Beschäftigung und Ausbildung in der Seeschifffahrt erhalten

Am 28. Januar haben wir im Bundestag den vollständigen Lohnsteuereinbehalt für deutsche Reeder verabschiedet. Damit schaffen wir die Voraussetzung, das Know-how der maritimen Wirtschaft zu erhalten und Arbeitsplätze in der Seeschifffahrt zu sichern. Eine gute und wichtige Entscheidung für den Reederei-Standort Bremen!

Der maritimen Wirtschaft kommt für die Wettbewerbsfähigkeit der Exportnation Deutschland eine Schlüsselrolle zu. Exzellentes Know-how, Erfahrung und Innovationskraft zeichnen die moderne maritime Wirtschaft aus und bilden die Vorrausetzung für eine strukturell stark aufgestellte Branche, die ihre Potenziale ausschöpft. Deshalb gilt es, das Fachwissen in den Seefahrtsberufen zu erhalten und weiter auszubilden, damit Deutschland hier zukunfts- und konkurrenzfähig bleibt.
 
Schiffe unter deutscher Flagge werden durch den Kostendruck zunehmend ausgeflaggt, was die Beschäftigung und Ausbildung bedroht. Mit der Erhöhung von bislang 40 auf 100 Prozent Lohnsteuereinbehalt für deutsche Seeleute schaffen wir die Grundlage für die über 380 deutschen Reedereien, deutsche Seeleute unter deutscher Flagge zu beschäftigen.
 
Das kommt auch dem Reederei-Standort Bremen zugute. Zudem ist Bremen mit der Hochschule für Nautik ein wichtiger Ausbildungsstandort für die maritime Wirtschaft, den wir mit dieser Entscheidung stärken.
 
Jetzt sind die Reeder gefordert, Ihren Teil beizutragen und wieder verstärkt unter deutscher Flagge zu fahren. Die neue Regelung gilt zunächst für fünf Jahre, weil wir schauen wollen, ob der 100-prozentige Lohnsteuereinbehalt auch tatsächlich von den Reedern genutzt wird, um mehr deutsche Seeleute zu beschäftigen und auszubilden. Betroffen sind nicht allein Berufe in der Seeschifffahrt: Ohne Reeder, die unter deutscher Flagge fahren, wird es künftig auch beim Lotsennachwuchs in unseren Häfen knapp.