Pflege betrifft alle

Das Team der Paritätischen Pflegedienste Bremen hatten mich eingeladen. In der Gesprächsrunde wurde aus dem Alltag berichtet.

Gute Pflege geht uns alle an und sie sollte von vielen Händen geleistet werden. Auf Einladung des Geschäftsführers der Paritätischen Pflegedienste Bremen, Klaus-Peter Dreessen, traf ich mich mit Angestellten und der Pflegedienstleitung zu einer Gesprächsrunde in Huchting.

Die Paritätischen Pflegedienste Bremen (PPD) sind mit rund 300 Angestellten und 20 Auszubildenden ein großer Arbeitgeber im Bereich ambulante Pflege. Gerne bin ich Klaus-Peter Dreessens Einladung nach Huchting gefolgt. Die stellvertretende Geschäftsführerin Beatrix Lück, die Pflegedienstleiterin Maike Link, der Koordinator für Altersbegleitung, Gerd Guttchen, und die Pflegerin Marina Karwat berichteten aus ihrem Alltag. Es wurde deutlich, wie gerne sie in ihren Bereichen arbeiten und wie sehr sie den Beruf schätzen.

Wichtige Themen waren der Bremische Tarifvertrag in der Pflege, die Zusammenarbeit der ambulanten Pflegeanbieter mit den Kranken- und Pflegekassen und die Fachkräfteknappheit. Dreessen und sein Team begreifen den Fachkräftemangel als Herausforderung und reagieren als Unternehmen mit mitarbeiterorientierten Dienstplänen sowie Weiterbildungen mit praktischem Bezug zur täglichen Aufgabe. So ist es für die Pflegerin Marina Karwat gut möglich, ihren Beruf mit den Betreuungszeiten der Kinder zu vereinbaren. Auch Weiternbildungsmöglichkeiten wie die Qualifizierung zur Pflegedienstleitung werden in verschiedenen Modulen praxisnah und berufsbegleitend angeboten.

Der PPD arbeitet familienfreundlich und denkt das Thema Pflege modern. Wertschätzung für diesen wichtigen Beruf muss sich auch in einer besseren Bezahlung ausdrücken. Junge Menschen und Quereinsteiger brauchen Perspektiven, attraktive Arbeitsbedingungen und Arbeit, die sozial abgesichert ist und ermöglicht, eine Familie zu versorgen. Pflege ist ein Thema, an dem niemand vorbei kommt: In unserer immer älter werdenden Gesellschaft, in der die Fachkräfte fehlen, brauchen wir kluge Antworten und einen Strukturwandel, um eine würdevolle Betreuung zu sichern.

Ganz wichtig ist, dass gute Betreuung am Krankenbett und im Seniorenwohnheim nicht am Geldbeutel scheitern darf.

24.10.2018