Parlamentarisches Frühstück zur nachhaltigen Altersvorsorge

Gesprächsrunde beim Parlamentarischen Frühstück.

Geldanlagen nach ökologischen, sozialen und ethischen Kriterien sind längst kein Nischenthema mehr und oft genauso rentabel wie konventionelle. Immer mehr Menschen wollen auch für ihre Altersvorsorge in nachhaltige Produkte investieren.

Welche Kriterien wir dafür genau brauchen und wie wir das Thema endlich in den politischen Mainstream bekommen, darüber habe ich gemeinsam mit Facing Finance diskutiert. Mit dabei waren unter anderem mein Kollege Gerhard Schick und die Vorständin der Verbraucherzentrale Bremen, Annabel Oelmann.

Bei der nachhaltigen Geldanlage steht die Einsicht im Zentrum, dass die Art und Weise, wie unser Geld angelegt wird, einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung unserer Welt hat. Besonders in der Altersvorsorge hat der Staat Verantwortung. Er tritt selbst als Investor auf, wenn es um Vorsorgefonds z.B. für Beamtenpensionen geht. Und er bestimmt die Regeln bei öffentlich geförderter Altersvorsorge, wie Riester und der betrieblichen Altersvorsorge. Wir meinen: Deutschland muss dieser Verantwortung stärker gerecht werden.

Besonderes Augenmerk müssen wir dabei auf die betriebliche Altersvorsorge legen. Hier wählt regelmäßig der Arbeitgeber den Vertrag aus und bestimmt dadurch auch, ob Nachhaltigkeit eine Rolle spielt. Gleichzeitig sind es aber Pensionskassen und Pensionsfonds, die als institutionelle Anleger besonders gut in der Lage sind, Nachhaltigkeit in ihrer Kapitalanlage zu berücksichtigen.

Die Europäische Union ist seit einigen Jahren aktiv. Die EU-Kommission hat einen Aktionsplan vorgelegt, der Europa zum Vorreiter für nachhaltige Finanzen machen soll, insbesondere auch in der betrieblichen Altersvorsorge. Ich unterstütze die Vorhaben und setze mich dafür ein, dass Deutschland die Beratungen in Brüssel vorantreibt.

18.10.2018