Rente geht uns alle an

In Bremen-Nord auf dem Podium mit Uwe Schmidt, Dr. Magnus Brosig und Franz Hartmann.

Das Thema Rente beschäftigt uns alle: Was wir als SPD für die Zukunft der Alterssicherung geschafft haben und noch erreichen wollen, stellten mein Kollege Uwe Schmidt und ich in einer Veranstaltung im Gustav-Heinemann-Haus in Bremen-Nord den Bremerinnen und Bremern vor.

Wie es um die Rente heute und morgen steht, diese Frage stellen sich nicht nur Seniorinnen und Senioren. Auch jüngere Menschen wollen wissen, was sie im Alter zu erwarten haben und wie sicher das Konzept der Altersvorsorge ist. Zur Veranstaltung „Heute schon an morgen denken“, bei der mein Kollege Uwe Schmidt, Dr. Magnus Brosig von der Arbeitnehmerkammer Bremen, Franz Hartmann von ver.di und ich auf dem Podium standen, kamen viele interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Für uns als SPD steht fest: Wer ein Leben lang gearbeitet hat, muss sich darauf verlassen können, eine ordentliche Altersvorsorge zu haben. Richtschnur der Rentenpolitik der SPD-Bundestagsfraktion ist es, Lebensleistung anzuerkennen, Lebensrisiken abzusichern, Altersarmut zu bekämpfen und die Rente zukunftsfest zu machen. Dafür haben wir im Koalitionsvertrag mit der Union wichtige Vorhaben durchgesetzt: So stärken wir die gesetzliche Rente als zentrale Säule der Alterssicherung.

Mit dem Rentenpakt von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil stoppen wir das Absinken des Rentenniveaus und stabilisieren es bis 2025 bei 48 Prozent. Die Renten steigen damit künftig wieder wie die Löhne. Das ist ein echter Wendepunkt in der Rentenpolitik. Die Jüngeren profitieren von einem stabilen Rentenbeitrag von maximal 20 Prozent für die kommenden sieben Jahre. Für die Zeit danach arbeitet eine Rentenkommission an Empfehlungen, wie die Rente mit einem garantierten Mindestrentenniveau und einem Höchstbeitrag gesichert werden kann. Außerdem führen wir eine neue Grundrente ein. Wer 35 Jahre lang Rentenbeiträge gezahlt hat, Kinder groß gezogen oder Angehörige gepflegt hat, bekommt eine Alterssicherung mindestens zehn Prozent oberhalb der Grundsicherung.

Für Menschen, die gesundheitlich eingeschränkt sind und ihren Lebensunterhalt nicht aus eigener Kraft erarbeiten können, verbessern wir die sogenannte Erwerbsminderungsrente. Zudem sichern wir Selbstständige besser ab und erhöhen die Mütterrente. Das ist sozialdemokratische Politik für ein solidarisches Land. Es war eine gute Diskussion mit allen Generationen. Wir alle wünschen uns eine Absicherung, die für ein gutes Leben im Alter reicht. Die gemeinsame Erkenntnis: Rente ist am Ende des Tages das, was wir als Gesellschaft bereit sind für die nicht mehr arbeitende Generation zu leisten.

5.12.2018