Koalitionsantrag zur nachhaltigen maritimen Wirtschaftspolitik

Am Freitag stimmte das Plenum des Deutschen Bundestages anlässlich der 11. Nationalen Maritimen Konferenz am 22./23. Mai in Friedrichshafen über einen meerespolitischen Antrag der Fraktionen von Union und SPD ab. Dort werden die zentralen globalen, europäischen und nationalen Herausforderungen für Schifffahrt, Schiffbau, Häfen, Meerestechnik und Offshore Wind diskutiert.

Der überwiegende Teil des interkontinentalen Warenaustauschs wird über den Seeweg abgewickelt. Daher sind die deutschen Seehäfen wichtige Ausgangspunkte in langen Lieferketten.

In unserem Antrag hat die Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie eine zentrale Bedeutung. Nachhaltige maritime Wirtschaftspolitik umfasst für uns das Ziel, mehreren Dimensionen des Ökosystems Meer politisch gerecht zu werden. Besonders durch Innovationen, die Investitionen in Forschung und Entwicklung benötigen, liegen enorme Potenziale gerade im Bereich der Emissionsreduktion im Schiffsverkehr.
Diese Innovationspotentiale, beispielsweise durch Antriebe auf der Basis von Flüssigerdgas (LNG), müssen jetzt im Schiffbau angewendet werden. Eine nachhaltige Meerespolitik wird für das Ökosystem Meer immer mehr zur entscheidenden Überlebensfrage und ist insbesondere für die Häfen im Land Bremen von besonderer Bedeutung.

Die maritime Wirtschaft hat eine wichtige gesamtwirtschaftliche Bedeutung. Diese sichert über 400.000 Arbeitsplätze in Deutschland und ist einer der Pfeiler unseres Wohlstandes. Der Erfolg der maritimen Wirtschaft hängt maßgeblich von den qualifizierten maritimen Fachkräften und einer guten Sozialpartnerschaft ab.

17.5.2019