Institut für Raumfahrtsysteme

Zwar liegt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) etwas versteckt hinter dem Fallturm, der Standort ist jedoch von europaweiter Bedeutung. Seit 2007 ist dort das Institut für Raumfahrtsysteme beheimatet. Das Team um den Vorstand Prof. Dr. Hansjörg Dittus gab mir einen Einblick in die Forschungsschwerpunkte.

Das Institut analysiert und bewertet komplexe Systeme der Raumfahrt in technischer, wirtschaftlicher und gesellschaftspolitischer Hinsicht. Es entwickelt Konzepte für innovative Raumfahrtmissionen mit Sichtbarkeit auf nationalem und internationalem Niveau. Raumfahrt-
gestützte Anwendungen für wissenschaftlichen, kommerziellen und sicherheitsrelevanten Bedarf werden entwickelt und in Projekten kooperativ mit Forschung und Industrie umgesetzt. Bekanntes Beispiel ist die Sonde Rosetta, die erfolgreich auf einem Kometen landete.
 

Im Bremer Institut selbst – einem der 16 Standorte – gibt es viel zu sehen. Prof. Dr. Hansjörg Dittus und Institutsdirektor Prof. Dr. Andreas Rittweger ließen mich ins gläserne Labor schauen, wo Ingenieure das Verhalten von Treibstoff in der Schwerelosigkeit erproben. Wichtig finde ich, dass bereits Schülerinnen und Schüler spielerisch an die Standortforschung herangeführt werden. Dr. Dirk Stiefs zeigte im DLR-School-Lab einzelne Experimentierstationen, an denen sich jährlich 35000 Mädchen und Jungen ausprobieren dürfen.
 

Im Keller steht das zukünftige Gewächshaus für den Weltraum. Ähnlich wie im Film „Der Marsianer“ werden dort Tomaten, Gurken, Salat und Paprika ohne Erde gezüchtet. Forschung ist im DLR breit angelegt – von der zukünftigen Schiffsnavigation über die Beobachtung von Migrationsströmen bis hin zum Klimawandel stehen unterschiedliche Bereiche im Fokus. . 
 
Nicht nur für den Wirtschaftsstandort Bremen spielt die Luft- und Raumfahrt eine wichtige Rolle. Neue Ideen aus der Forschung sind die Grundlage dafür, dass Deutschland weiterhin fundierte wissenschaftliche Innovationen und Weiterentwicklungen hervorbringt. Damit Projekte der  Raumfahrtforschung gerade in Norddeutschland weiter umgesetzt werden, lege ich besonderes Augenmerk darauf, dass die nationale Förderung konsequent fortgesetzt wird.