Gespräch mit dem Rektor der Universität Bremen

02.12.2020 - Wie funktioniert die Universität in Zeiten von Corona? Über diese und weitere Fragen habe ich mich am 02. Dezember in einem Online-Gespräch mit dem Rektor der Universität Bremen, Prof. Dr. Bernd Scholz-Reiter, der Konrektorin für Internationalität und Diversität, Prof. Dr. Eva-Maria Feichtner, der bremischen Wissenschaftssenatorin, Dr. Claudia Schilling, sowie mit weiteren Mitarbeitenden der Universität sowie des Wissenschaftsressorts ausgetauscht. Es ist erfreulich, dass die Uni es geschafft hat, innerhalb kürzester Zeit eine so umfassende Infrastruktur für die digitale Lehre auf die Beine zu stellen.

Trotz der gegenwärtigen Krise arbeitet die Universität Bremen unter Hochdruck, um auch die Internationalisierung von Lehre und Forschung voranzutreiben. Seit 2019 ist die Uni nun ein Teil des Netzwerks „Young Universities for the Future of Europe“ (YUFE). So wird es Studierenden in Zukunft möglich sein, noch flexibler an europäischen Partneruniversitäten zu studieren. Ein Auslandsaufenthalt ist eine prägende und eindrückliche Erfahrung für Studierende - ich freue mich, dass diese Möglichkeit in Zukunft noch mehr jungen Menschen offenstehen wird.

Die Universität Bremen ist auch bei internationalen Studierenden beliebt, zurzeit beträgt ihr Anteil 13 Prozent. Leider müssen internationale Studierende vor der Einreise zu lange auf ihr Visum warten. In den letzten Monaten hat sich dieses Problem aufgrund der Corona-Krise nochmal verschärft. Es ist nicht akzeptabel, dass wir uns auf der einen Seite um eine gezielte Fachkräfteeinwanderung bemühen und auf der anderen Seite internationale Studierende auf vermeidbare formelle Hürden stoßen. Hierfür ist eine Aufstockung der Personalmittel in den deutschen Auslandsvertretungen unbedingt notwendig.