Gespräch mit dem Landesverband der Gartenfreunde Bremen e.V.

18.09.2020 - Im FlorAtrium, dem Umweltbildungszentrum des Landesverbands der Gartenfreunde Bremen e.V. sprach ich zusammen mit Geschäftsführerin Katharina Rosenbaum und dem Landesvorsitzenden der Gartenfreunde Bremen, Klaus Bode, über den heutigen und zukünftigen Stellenwert des Kleingärtnerwesens. Kleingärten und Kleingartenanlagen gewinnen mit Blick auf den Klimawandel für die Stadt zunehmend an Bedeutung. Es gilt daher, diese „grünen Klimaoasen“ zu erhalten und weiterzuentwickeln.
 

Ursprünglich häufig als Nutzgärten für die Selbstversorgung angelegt, sind Kleingärten heute ein unentbehrlicher Bestandteil des Stadtgrüns und der sozialen Stadt. Denn Stadtgrün steht für Lebensqualität. Moderne Städtebaupolitik darf daher künftig nicht nur Beton, Glas und Asphalt als Infrastruktur erkennen. Stattdessen muss sie die bedarfsdeckende Weiterentwicklung des Stadtgrüns mitdenken. Der Kleingarten wird immer mehr als Gegenpol zu einer technischen Umwelt und deren Perfektion gesehen und ist ein Rückzugsort aus dem Trubel der Großstadt. Das Kleingärtnerwesen  leistet einen wertvollen Beitrag zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts. So gelingt es immer wieder, dass aus fremden Menschen unterschiedlichster Herkunft, Kultur und Religion Freunde werden. Dieser Zusammenhalt ist für unsere gesamte Gesellschaft wichtig. 

Im Vorfeld des Gesprächs hatte ich noch die Möglichkeit bei einer Führung durch Hartmut Clemen, Leiter des Beratungszentrums, den Lerngarten der Gartenfreunde Bremen hinter dem FlorAtrium zu besuchen. Im Lerngarten können Kinder und Erwachsene Natur und Umwelt praxisnah erleben und auch das Kleingartenwesen wird für alle begreifbar gemacht. Auf einer Fläche von 10.000qm werden unterschiedlichste Gartenthemen wie Bienen und Wespen, Hochbeet, Trockenmauer, Bodenschutz und Bodenpflege bearbeitet, die in ihrer Summe einen Park für Teilhabe, Interaktion und Integration ergeben.