Focke-Museum erhält Bundesmittel für Schaumagazin

11.02.2021 - Im Rahmen des Bundesprogramms „Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Deutschland“ erhält das Focke-Museum in Bremen Bundesmittel in Höhe von 200.000 Euro für die Digitalisierung und Online-Präsentation der Objekte des Schaumagazins. Dazu habe ich mich vergangene Woche mit Prof. Dr. Anna Greve, Direktorin des Focke-Museums und Swantje Markus, Geschäftsführerin, online ausgetauscht.

Durch das Digitalisieren des Schaumagazins, welches die große Vielfalt der Kunst- und Kulturgeschichte abbildet, soll das schulische und digitale Lernen durch einen partizipativen Zugang zur Sammlung erleichtert werden.

Während der Corona-Pandemie ist die Dringlichkeit, Museen und ihre Sammlungen auch digital zugänglich zu machen, noch deutlicher geworden. Das Einhalten der Abstandsregeln ist im Schaumagazin nicht möglich, deshalb ist der wichtige außerschulische Lernort für Schulklassen nicht nutzbar. Die Digitalisierung und Online-Präsentation der Objekte des Schaumagazins bietet eine zeitgemäße und nachhaltige Lösung an.

Deshalb möchte das Focke-Museum für die Vermittlung von Regionalgeschichte digitale Angebote zur Verfügung stellen, etwa für Schulklassen. Im Zusammenhang mit der Digitalisierung des Schaumagazins soll als Teilprojekt ein besonderes Augenmerk auf heute eindeutig als rassistisch zu bezeichnende Objektgruppen geworfen werden. Das Museum beherbergt im Schaumagazin eine große Menge solcher Objekte mit Kolonialbezügen, z. B. zum Tabak- und Kaffee-Handel, für den die Freie Hansestadt Bremen einst europäische Metropole war. Hier soll im Rahmen der Digitalisierung ein rassismuskritischer Umgang mit Objektbezeichnungen und Objektbeschreibungen entwickelt werden.