Feuerwehr Neustadt

Wenns brennt, sind sie zur Stelle: Die Feuerwehr Neustadt ist die größte Wehr Bremens und dementsprechend häufig im Einsatz. Während meiner Sommertour kam ich im Gerätehaus mit dem Wehrführer Marcus Schleef und Engagierten des Projekts „Spurensuche Bremen“ ins Gespräch.

Dass alle Fahrzeuge im Gerätehaus stehen, kommt nicht häufig vor. Die 70 Männer und Frauen der größten Wehr Bremens rücken jährlich bis zu 150 Mal aus – wenn es brennt, Keller überfluten oder Bäume umgeknickt sind. Doch auch die Helfer benötigen Unterstützung, macht Wehrführer Marcus Schleef deutlich. „Wir warten seit Jahren darauf, dass die Ausstattung ergänzt wird, speziell ein weiteres Löschfahrzeug sollte uns schon vor drei Jahren vom Bund zur Verfügung gestellt werden“, sagt er.
 

Der Schutz für die Zivilbevölkerung wird mit alter Technik zunehmend schwieriger. Ein aktuelles Problem ergibt sich durch die Flüchtlingsproblematik. Die Freiwillige Feuerwehr Neustadt möchte gerne Helfer in ihre Reihen integrieren, sie benötigen jedoch ein polizeiliches Führungszeugnis, wie alle Kameraden. In der Jugendfeuerwehr und im Unterstützungstrupp können junge Geflüchtete derzeit eingesetzt werden, allerdings nicht in den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr. Ich werde mich in Berlin für eine Lösung des Problems engagieren.
 

Dem Projekt „Spurensuche Bremen“ ist es zu verdanken, dass Erinnerungsarbeit an die Zeit des Nationalsozialismus durch einen Gedenkstein sowie mehrere Tafeln sichtbar in Bremen geleistet wird, ein Team unter Projektleiter John Gerardu betreibt aufwendige Recherchen, um vor allem Jugendliche über die Spurensuche zu demokratischem und toleranten Verhalten anzuregen. Die Feuerwehr Neustadt unterstützt die Arbeit des Projekts maßgeblich.