Eisenbahnausbesserungswerk: Bahn muss Konzept vorlegen!

Sarah Ryglewski, MdB bei ihrem Werksbesuch am 31.05.2018 mit dem Betriebsrat. Von links nach rechts: Ronald Ditte, Peter Malinkowski, Manuel Freire-Stelljes und Dirk Schlömer, Bereichsleiter von der EVG Eisenbahner- und Verkehrsgewerkschaft.

Am 31.05.2018 besuchte ich erneut das Fahrzeuginstandhaltungswerk der Deutschen Bahn in Bremen Sebaldsbrück und sprach mit dem Betriebsrat über die Zukunft des Werkes. Mit dem Bundestagsabgeordneten für Bremerhaven, Uwe Schmidt, der ebenfalls im Austausch mit dem Betriebsrat steht, zielt unsere gemeinsame Forderung darauf ab, die am Standort Bremen vorhandenen Kompetenzen und Potentiale zu nutzen und weiterzuentwickeln: 

Wir erwarten von der Deutschen Bahn, dass sie zügig ein Konzept vorlegt, das die Zukunft des Instandhaltungswerkes und die Arbeitsplätze der insgesamt 458 Beschäftigten im Bremer Werk nachhaltig sichert!

Solange kein solches Standortentwicklungskonzept steht, das auch die wirtschaftliche Bedeutung und Nachfrageentwicklung für die gesamte Region Norddeutschland mit einbezieht, dürfen keine Komponenten an andere Standorte verlagert werden. 

Schienenverkehr gewinnt auch gerade mit Blick auf den Klimaschutz an Bedeutung. Die Häfen in Bremerhaven und Wilhelmshaven sind auf eine reibungslose An- und Ablieferung von Containern angewiesen. Alle Prognosen gehen von einem weiter steigenden Güteraufkommen aus, das bedeutet automatisch mehr Verkehr auf der Schiene in den Häfen. Der Standort Bremen hat Potenzial, das Werk liegt strategisch günstig, und bietet sich beispielsweise als Dreh- und Angelpunkt für die betriebsnahe Instandhaltung an. Dies muss jetzt geprüft werden.

Weitere konkrete Möglichkeiten, das vorhandene Potential des Werkes sinnvoll auszuschöpfen, waren das Ergebnis der vom Bremer Wirtschaftssenator finanzierten Workshops, in denen der Betriebsrat von der Entwicklung innovativer Produkte bis hin zu neuen Bereichen wie der Fabrikorganisation, der Digitalisierung oder den 3D-Druck Konzepte für neue Handlungsfelder und Märkte erarbeitete. Der Vorstand der Deutschen Bahn muss dies aufgreifen und Handeln.
 
Jetzt ist die Deutsche Bahn am Zug, ihre Verantwortung als Arbeitgeber zu erfüllen, die Vorschläge des Betriebsrates ernsthaft zu prüfen und sichere Perspektiven zu schaffen! Wir müssen das Know-How und die wertvolle Erfahrung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für das Land Bremen mithilfe eines Zukunftskonzepts erhalten!

6.6.2018