Bund fördert Bremer Kultur

Der Musikfest-Intendant Thomas Albert und ich vor der Kulisse des Konzertsaals der Glocke.

Ein Tag im Rahmen der Kulturpolitik: Im Gespräch mit Musikfest-Intendant Thomas Albert sprach ich über die Strahlkraft, die das Event mittlerweile im Norden hat. Einen Anschlusstermin hatte ich in der Kirche Unser Lieben Frauen. Die Kirche, die mitten in der City steht, wurde unter anderem mit Bundesmitteln saniert und erstrahlt nun in neuem Glanz.

Das Musikfest Bremen verbindet, bildet mit den unterschiedlichen Musikstilen Vielfalt ab und ist ein Touristenmagnet, der jährlich Besucher aus ganz Deutschland und den umliegenden Ländern anlockt. Zudem zieht es Musiker aus aller Welt an die Weser. Die positive Außenwirkung ist enorm. Nach mittlerweile 30 Jahren kann sich Bremen als Musikstadt profilieren. Zum 30. Bestehen wird das überregionale Event vom Bund mit 500.000 Euro gefördert. Ich nutzte den Anlass, um mich mit Intendant Thomas Albert über die Bedeutung des Musikfestes, seine weiteren Pläne und die Konzerte auf Arp Schnitger-Orgeln auszutauschen. Letztere sind seit zehn Jahren feste Bestandteile des Musikfestes.

Albert hat es geschafft, die Popularität der Schnitger-Orgeln in die Welt zu tragen. So wurden kulturelle Verbindungen geknüpft. Generell liegt dem Intendanten die Zusammenarbeit der Region am Herzen, das Musikfest ist mittlerweile in der gesamten Metropolregion ein Begriff. Es gibt Konzerte von Ostfriesland bis nach Hamburg. Die regionale Vernetzungen zwischen Bremen und dem Umland über die Kultur zu stärken ist eine sehr gute Möglichkeit, die ich begrüße. Niedersachsen und Bremen haben viele Stärken und gemeinsam können sie ihre Kompetenzen auf noch weiteren Ebenen ausbauen. Das Musikfest findet vom 24. August bis 14. September 2019 mit vielen Konzerten an verschiedenen Spielstätten statt.
 

Der älteste Raum Bremens unter der Unser Lieben Frauen Kirche.
Farbenprächtige Mosaike.
Kirchenführerin Anke Koehler hat originale Ersatzteile für die Manessier-Fenster dabei, die ich mir ansehen darf.

Obwohl die Unser-Lieben-Frauen-Kirche Bremen buchstäblich auf Wesersand gebaut ist, steht sie noch immer und erstrahlt nach einer Sanierung in neuem Glanz. Ich hatte mich dafür stark gemacht, dass 40.000 Euro aus dem Denkmalschutzprogramm von Berlin nach Bremen fließen und kann einen Rundgang nur empfehlen. In den von Alfred  Manessier modern gestalteten Kirchenfenstern bricht sich das Licht in vielen Farben. Als er 1966 den Auftrag für die expressionistischen Mosaike übernahm, glich das einer Sensation: ein französischer Katholik gestaltete eine evangelische Kirche in Deutschland! Manessier spendete einen Teil seines Honorars für ein soziales Projekt, für das sich die Gemeinde einsetzte.
Unter der Kirche Unser Lieben Frauen befindet sich der älteste begehbare Raum Bremens, der rund 1000 Jahre alt ist. Dieser wurde auf Hans Koschnicks Initiative saniert. Danke an Pastor Stephan Kreutz, Architekt Thilo Wichmann und Kirchenführerin Anke Koehler für die spannende Führung!

2.3.2019