Bürgergespräch über Fluglärm

Im Gespräch mit Monika Morschel und Annet Boye.

Die Vorsitzende der „Vereinigung zum Schutz Flugverkehrsgeschädigter e.V.“, Monika Morschel, hatte mich zum Gespräch eingeladen. Sie und die stellvertretende Vorsitzende der Vereinigung, Annet Boye, erläuterten mir die Belastung durch den Flugverkehr in Habenhausen.

Die „Vereinigung zum Schutz Flugverkehrsgeschädigter e.V.“ gibt es seit 50 Jahren. Monika Morschel und Annet Boye leben beide in Habenhausen und damit im Einflugbereich des Flughafens. Besonders beklagen sie, dass die Antragsstellung für Gelder für passiven Lärmschutz sehr kompliziert und aufwendig ist. So müssen etwa die Kosten für ein Lärmgutachten von den Anwohnerinnen und Anwohnern vorfinanziert werden. Dabei steht Geld für den Lärmschutz zur Verfügung, dieses wird aber nicht abgerufen, weil zu wenig Transparenz herrscht und die Hürden sehr hoch sind.

Mit der Novelle von 2007 soll das Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm in verschiedenen Punkten geändert und den gestiegenen Anforderungen des Lärmschutzes angepasst werden. Der entsprechende Fluglärmbericht 2017 wurde noch nicht veröffentlicht. Ich werde mich bei meinen Berliner Kollegen und Kolleginnen nach dem Stand der Evaluation und dem Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm erkundigen und für Verbesserungen einsetzen. Auch in Bremen müssen wir die Problematik weiter im Blick behalten. Der Flughafen ist wichtig für den Standort Bremen, lebt aber auch von der Akzeptanz der Anwohnerinnen und Anwohner.
 
5.2.2018