Bremerin nimmt am Planspiel "Jugend im Parlament" teil

Theresa Nußbaum fährt nach Berlin.

Wie macht man Politik? Wie entstehen Gesetze? Wie viele Termine stehen während der Sitzungswoche im Kalender der Abgeordneten? Für das Planspiel "Jugend im Parlament" schlüpfen Jugendliche zwischen 17 und 20 Jahren aus ganz Deutschland für vier Tage in die Rolle von Bundestagsabgeordneten und erleben das Tagesgeschäft am Originalschauplatz im Bundestag. Ich darf jedes Jahr eine Bremerin oder einen Bremer für die Teilnahme am Planspiel nominieren. Vom 1. bis 4. Juni 2019 vertritt Theresa Nußbaum die Bremer Interessen im Parlament. Sie wird über ihre Erfahrungen berichten und stellt sich schon einmal vor. 

Theresa ist 19 Jahre alt und hat die Absicht, Politikwissenschaften zu studieren. Ich wollte von ihr wissen, weshalb sie gerne beim Planspiel "Jugend im Parlament" teilnehmen möchte:

"Bis letzten Sommer bin ich noch auf das Alte Gymnasium in Bremen gegangen, habe dort mein Abitur gemacht und wurde während meiner Schulzeit schon viel mit Politik konfrontiert. Rückblickend ist mir aufgefallen, dass ich ein politisch eher linkes Umfeld hatte und mich Themen wie soziale Gerechtigkeit am meisten interessieren. Aufgrund dieses Interesses auch an theoretischen Überlegungen, wie Politik besser funktionieren könnte und wie eine zukünftige Gesellschaft möglicherweise besser zusammenleben könnte, fing ich an über ein Politikwissenschaftsstudium nachzudenken und denke noch immer, dass dies die richtige Entscheidung ist. Nach dem Abitur wollte ich jedoch nicht gleich anfangen zu studieren, da ich erst einmal Erfahrungen in der Arbeitswelt und in politischen Projekten sammeln wollte. So habe ich zum Beispiel dieses Jahr bei der Thesenfindung des Wahl-O-Mats mitgewirkt und freue mich deshalb sehr auf die Möglichkeit, durch ,Jugend im Parlament' meinen politischen Horizont zu erweitern. Momentan freue ich mich über alle zusätzlichen Erfahrungen, die ich sammeln kann. ,Jugend im Parlament' bietet für mich eine Möglichkeit, den Prozess hinter den Kulissen besser zu verstehen und ein Gefühl für die Schwierigkeiten der Realpolitik zu bekommen."

Ich freue mich auf Theresas Nachbericht, den ich ebenfalls auf meiner Homepage veröffentlichen werde.

14.5.2019