Bremer Staatsarchiv erhält 4,1 Millionen Euro vom Bund für Magazin-Neubau

Mit Prof. Dr. Konrad Elmshäuser, Leiter des Staatsarchivs

17.03.2021 - Das Staatsarchiv in Bremen erhält im Rahmen des Förderprogramms „Nationale Projekte Städtebau 2021“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) Bundesmittel in Höhe von 4,1 Millionen Euro. Mit dem Geld wird der Bau eines neuen Magazins unterstützt.

Ich freue mich sehr darüber, dass sich der Einsatz gelohnt hat und das Staatsarchiv nun den Bundeszuschuss für den Bau eines neuen Magazins erhält. Die bestehenden Magazine des Staatsarchivs, in denen historisch bedeutsame Dokumente und Unterlagen zur Bremer Stadtgeschichte bewahrt werden, geraten an ihre Kapazitätsgrenzen und müssen unbedingt erweitert werden. Damit die stetig wachsende Sammlung an Dokumenten auch in Zukunft fachgerecht eingelagert werden kann, ist der Bau eines neuen Magazins unerlässlich.

Bereits im Jahr 1967 wurde das Grundstück hinter dem Magazinturm zum Zwecke einer Magazinerweiterung vorgehalten. Das neue Magazin wird dort gebaut, schließt also direkt an den bestehenden Magazinturm an. Das verkürzt die Wege und vereinfacht die Logistik, denn derzeit wird noch der Bunker am Dobben als zusätzlicher Aufbewahrungsort genutzt. Das Staatsarchiv dient als eines der ältesten Gebäude in Bremen jedoch nicht nur archivarischen Zwecken, sondern ist in seiner Einbettung zwischen Ostertor, Wallanlagen und dem amerikanischen Konsulat auch ein wichtiger Bestandteil des innerstädtischen Erscheinungsbildes. Dessen Erweiterung wird insbesondere unter Berücksichtigung von Denkmalschutzaspekten und eines historisch gewachsenen Stadterscheinungsbildes vollzogen und fügt sich gemeinsam mit dem Bestandsbau zwischen den Wohngebäuden im Nordosten und den Bürogebäuden im Westen perfekt ein. Das hat auch die unabhängige Expertenjury überzeugt, die aus Mitgliedern des Bundestages sowie Fachleuten aus den Bereichen Stadt-und Landschaftsplanung, Denkmalpflege und Städtebau besteht und einer finanziellen Förderung des Projekts nun zugestimmt hat.“

Die Expertenjury fokussierte sich bei der Auswahl vor allem auf innovative Konzepte mit nationaler und internationaler Wahrnehmung sowie deren außerordentlichen Qualität. Mit dem aktuellen Koalitionsvertrag haben wir vereinbart, das Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ in dieser Legislaturperiode fortzuführen.

Informationen zum Förderprogramm: www.nationale-staedtebauprojekte.de