Betriebliche Altersvorsorge für Geringverdiener erleichtern

Betriebliche Altersversorgung ist die beste Ergänzung zur gesetzlichen Rente. In kleinen und mittleren Unternehmen und bei Geringverdienenden sind Betriebsrenten allerdings noch wenig verbreitet. Am Freitag haben wir deshalb in erster Lesung das Betriebsrentenstärkungsgesetz beraten, das mit dem neuen Sozialpartnermodell mehr Menschen ein zusätzliches Einkommen im Alter ermöglichen soll.  

Der Kern des Gesetzes ist das Sozialpartnermodell bei dem Gewerkschaften und Arbeitgeber künftig freier entscheiden können, wie sie die Beiträge in der betrieblichen Altersvorsorge anlegen. Ein entscheidender Vorteil ist, dass damit stärker in Aktien mit höheren Renditen angelegt werden kann. Damit verbunden sind aber auch Risiken von Kapitalmarktschwankungen. Wir werden in den parlamentarischen Beratungen deshalb besonderen Wert darauf legen, diese Risiken beherrschbar zu machen. Wir diskutieren kritisch, welche flankierenden Vorgaben sinnvoll sind.

Durch weitere Maßnahmen werden wir die betriebliche Altersvorsorge für Geringverdiener attraktiver machen. Arbeitgeber werden künftig einen Steuerzuschuss erhalten, wenn sie sich an der betrieblichen Altersversorgung beteiligen. Ebenso soll ein Teil freiwilliger Zusatzrenten in der Grundsicherung im Alter in Höhe von bis zu rund 200 Euro anrechnungsfrei bleiben. Damit profitieren gerade Geringverdiener mit einer später kleinen Rente stärker von eigenen Vorsorgeleistungen. Nicht zuletzt müssen Arbeitgeber im neuen Modell einen Teil ihrer eingesparten Beiträge aus der Entgeltumwandlung in die betriebliche Altersversorgung der Beschäftigten einzahlen.

Zur Pressemitteilung der SPD-Bundestagsfraktion