Besuch bei der Gewerkschaft der Polizei in Bremen

Ein Büro mit Ausblick hat Jochen Kopelke. Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei in Bremen schaut von seinem Fenster genau in die grünen Wallanlagen. Einblicke gab er mir unter anderem über die Arbeit der Beamten in Bremen.

Der enge Austausch zwischen SPD und Gewerkschaften steht in langer Tradition und ist mir wichtig. Jüngst war ich zu Gast bei Jochen Kopelke, dem Landesvorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei in Bremen. Das Ansehen der Interessenvertretung ist groß, mit mehr als 3000 Mitgliedern vertritt sie circa 80 Prozent aller Polizisten aus Bremen und Bremerhaven. „Die meisten treten am ersten Tag ihrer Ausbildung ein“, sagt Kopelke. Was die Beamten in Bremen auszeichne sei ihre Kommunikationsstärke: „Wir genießen eine große Bürgernähe und einen guten Ruf.“ Gute Gespräche gibt es auch mit der Politik. Die Gewerkschaft ist in einem ständigen Dialog über die Themen Mehrbedarf an Beamtinnen und Beamten und deren angemessene Bezahlung.

Wie gehen die Bremer Beamtinnen und Beamten mit der derzeitigen Flüchtlingssituation um? Vorteilhaft sei, dass in Bremen kleine Unterkünfte stehen, bei denen die Tausendermarke nicht überschritten würde. Die Integration sei deshalb an den Standorten vielversprechend. Auch viele Polizistinnen und Polizisten engagieren sich und bringen den Geflüchteten nicht nur das Radfahren, sondern auch die Straßenverkehrsregeln bei. „Es ist nur eine sehr kleine Gruppe, die Schwierigkeiten bereitet, meistens Jugendliche“, sagt Kopelke. Beim Thema geschlossene Einrichtungen für kriminelle minderjährige Geflüchtete sind wir uns einig: Schnelles Handeln ist gefragt, die jungen Menschen müssen in einer Einrichtung mithilfe von Experten auf den richtigen Weg gebracht werden.