Besuch beim NABU Bremen

Mit Sönke Hofmann auf dem Gelände des NABU.

Der Besuch beim NABU glich einer kleinen Auszeit vom hektischen Stadtalltag. Das Gelände einer ehemaligen Gärtnerei ist eine grüne Oase und ein Lernort für Alt und Jung.

Seit 1995 ist Sönke Hofmann Geschäftsführer beim NABU Bremen. Nach 18 Jahren an der Contrescarpe lag 2013 der Umzug in die ererbte Gärtnerei in Sebaldsbrück an. Drei Hektar wollen dort umgestaltet werden. Hofmann führte mich über das Gelände und stellte mir die Planung vor. Neben Streuobstwiesen, Gartenflächen und Ställen sollen ein Café und ein Seminargebäude entstehen. In den nächsten Jahren wollen Hofmann und sein Team verstärkt Familien, Seniorinnen und Senioren sowie Kinder und Jugendliche auf das Gelände locken. Eine Kooperation mit einer Kita gibt es bereits, die Jungen und Mädchen kommen einmal pro Woche zum NABU und lernen den Umgang mit Tier, Pflanzen und Natur.
 

Die Nabu-Stühle.

Das NABU-Team stellt sich einem ambitionierten Vorhaben – und motiviert mit Enthusiasmus viele Helferinnen und Helfer. 50 Aktive sind regelmäßig vor Ort, bauen um, schneiden Hecken, stutzen Bäume und gestalten das Gelände mit. Es ist schön zu hören, dass Jung und Alt einen Zugang und Beschäftigung finden. Mit jeder weiteren Entwicklung wird sich das Gelände zu einem grünen Treffpunkt und einem generationsübergreifenden Lernort für ganz Bremen entwickeln. Ältere und Jüngere können dort ihr Wissen über Lebensräume, Tiere und Natur austauschen.
 

Eine drei Hektar große Fläche bearbeiten die Mitarbeiter in Sebaldsbrück.
Esel auf der Streuobstwiese.

Als SPD setzen wir uns für eine intakte Umwelt, Naturschutz und die Wissensvermittlung über Biotope ein. Grüne Flächen in der Stadt sind für ein gesundes Leben und einen Ausgleich unverzichtbar. Der Flächenverbrauch in Deutschland ist zu hoch. Langfristig müssen sich Versiegelung und Entsiegelung von Flächen die Waage halten. Wir brauchen außerdem mehr Natur in der Stadt. Wir werden planerische, konzeptionelle und finanzielle Voraussetzungen dafür schaffen. Grünflächen haben eine wichtige soziale Funktion. Sie sind Orte des Austausches und der Begegnung.
Ich wünsche dem NABU-Team alles Gute und freue mich bereits auf den nächsten Besuch. 

19.9.2017