Besuch der Architekten- und Ingenieurkammer Bremen

Die Architekten- und Ingenieurkammer Bremen hat ihren Sitz in einem hanseatischen Traditionsbau.

Bremen befindet sich im Wandel – auf den Bedarf von bezahlbarem Wohnraum mit entsprechenden Infrastrukturen und die sich ändernde Innenstadtstruktur müssen wir reagieren. Darüber tauschte ich mich mit Oliver Platz, Präsident der Architektenkammer der Freien Hansestadt Bremen, Torsten Sasse, Präsident der Ingenieurkammer, sowie dem Geschäftsführer der Einrichtung, Tim Beerens, aus.

Für die Architekten- und Ingenieurkammer der Freien Hansestadt Bremen steht die bauliche Zukunft Bremens im Mittelpunkt. Die Kammern fördern das Bauwesen, den Städtebau, die Landespflege und die Baukultur in Bremen und beraten Öffentlichkeit sowie Politik bei Planungsvorhaben und baulichen Fragen. Es hat mich sehr gefreut, mich mit Oliver Platz, Torsten Sasse und Tim Beerens über die anstehenden Herausforderungen auszutauschen. Bremen ist eine Stadt, in der die dichte Ansiedlung von Industrie und der Bedarf an Wohnraum in Einklang gebracht werden müssen.

Bezahlbares Wohnen und die Aufwertung der Innenstädte stehen für uns als SPD im Vordergrund. Global betrachtet wollen wir den Bausektor als wichtigen Arbeitgeber stärken. Dazu gehören effiziente Ausbildungen – denn auch die Baubranche kämpft mit einem Nachwuchsproblem – beschleunigte Bauplanungsverfahren für Wohnungen und Infrastrukturprojekte sowie eine Verbesserung der Städtebauförderung. Herausforderungen in den nächsten Jahren werden sein, klimafreundliche Standards zu berücksichtigen und Bremerinnen und Bremer über Beteiligungsverfahren mit einzubeziehen.

Als Mitglied im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz war mir das Gespräch besonders wichtig, denn die Architekten- und Ingenieurkammer ist als Verbraucherschutzorganisation der Öffentlichkeit verpflichtet: sie überprüft, dass die Mitglieder ihren Pflichten nachkommen. Dazu gehört beispielsweise, dass freischaffende Architekten über eine Haftpflichtversicherung mit ausreichenden Deckungssummen verfügen. Torsten Sasse und Oliver Platz hatten zudem Fragen zur geschützten Berufsbezeichnung und der Freiberuflichkeit im Allgemeinen. Für uns als SPD steht fest: Freie Berufe sind wichtige Elemente unserer Wirtschaft und des Mittelstands, die es zu unterstützen gilt. In puncto Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) waren wir uns einig darin, dass diese ein unverzichtbares Instrument zur Sicherung von Bauqualität und Voraussetzung eines fairen Leistungswettbewerbs ist. Als SPD setzten wir uns für den Erhalt in Deutschland und auf europäischer Ebene einsetzen. Die hohe Qualität der Ausbildung von Architekten und Ingenieuren muss auch künftig sichergestellt sein.

8.3.2018