Rentenkonzept greift Positionen der SPD Bremen auf

Ich begrüße, dass das am 8. Juni 2017 von Martin Schulz und Andrea Nahles vorgestellte Rentenkonzept der SPD viele der Forderungen enthält, die die SPD Bremen bereits in ihrem Antrag „Die Rente muss auch in Zukunft reichen!“ auf dem Landesparteitag im März beschlossen hat. Im Zentrum steht die Frage, wie die Rente weiterentwickelt werden muss, um neues Vertrauen zu schaffen und die Rente auch für kommende Generationen zu sichern.

Viele Forderungen der SPD Bremen finden sich im Rentenkonzept der SPD wieder. Wir wollen eine Solidarrente, die all jene vor Altersarmut schützt, die jahrelang Beiträge gezahlt haben. Wir wollen die gesetzliche Rentenversicherung in eine Erwerbstätigenversicherung umwandeln, über die nach und nach alle Erwerbstätigen abgesichert werden – die Einbeziehung von Selbständigen ist ein guter Anfang.

Wir müssen die Erwerbsminderungsrenten verbessern, damit Krankheit und andere Schicksalsschläge nicht länger eines der größten Armutsrisiken sind. Da der demografische Wandel eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, wollen wir eine stärkere Finanzierung über Steuermittel, bei der insbesondere Vermögende stärker herangezogen werden. Auch die Stabilisierung des Rentenniveaus auf 48 Prozent bis 2030 geht grundsätzlich in die richtige Richtung.

An einigen Stellen, wie beim Rentenniveau, geht die SPD Bremen allerdings weiter: Wir fordern insbesondere eine über eine Stabilisierung hinaus gehende Anhebung im Laufe der nächsten Jahre.
 
Wir werden die Zeit bis zum Parteitag nutzen, um unsere Positionen ins Regierungsprogramm einzubringen. Fest steht aber schon jetzt: Während die Union den Menschen nichts als eine Rente erst ab 70 und steigende Beiträge bei niedrigeren Renten anbietet, haben wir ein stimmiges Konzept, das einen Ausgleich zwischen den Interessen der jüngeren und älteren Generationen ermöglicht.

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