Bund und Länder fördern wissenschaftlichen Nachwuchs

Das Bund-Länder-Programm für die Förderung des Wissenschaftlichen Nachwuchses ist gestartet. Bundesministerin Johanna Wanka und Eva Quante-Brandt, Vorsitzende der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz und Bremer Wissenschaftssenatorin gaben am 21.09.2017 in Berlin die Ergebnisse der Ausschreibung bekannt.  

Ich freue mich insbesondere, dass der Antrag der Universität Bremen bewilligt wurde und diese nun sieben sogenannte „Tenure-Track-Professuren“ besetzen kann – Stellen, die nach einer Bewährungsphase den Übergang in eine Lebenszeitprofessur vorsehen.
Bund und Länder stellen bis zu einer Milliarde Euro bis 2032 für das Programm bereit. Damit wird in den kommenden zehn Jahren die Einrichtung von 1.000 zusätzlichen Juniorprofessuren ermöglicht.
 
Das ist ein wichtiger Schritt hin zu einem Strukturwandel der Hochschulen und besseren Berufsperspektiven für diejenigen, die sich für den Weg in die Wissenschaft entscheiden. Denn unser Hochschul- und Wissenschaftssystem ist stark von Kurzzeitverträgen und fehlender Planbarkeit geprägt. Befristungen betreffen vor allem junge Absolventinnen und Absolventen auf dem Weg zum Doktor, aber auch qualifizierte Forscherinnen und Forscher. Mit der Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes hat die SPD-Bundestagsfraktion bereits der grenzenlosen Kettenbefristung einen Riegel vorgeschoben. Das Bund-Länder-Programm für den Wissenschaftlichen Nachwuchs ist nun der zweite Baustein für planbare Berufsperspektiven in Forschung und Lehre.
 
Es haben solche Hochschulen den Zuschlag erhalten, die gute Personalentwicklungskonzepte für verlässliche Berufsperspektiven haben. Besonders schön sind die sieben bewilligten Stellen für Bremen. Damit erhöhen wir weiter die Attraktivität des Wissenschaftsstandortes Bremen.

22.09.2017